Gin

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Die Basis ist immer das würzige Aroma des Wacholders, doch die zahlreichen Botanicals geben jedem Gin eine eigene Note. Der London Dry Gin aus England gilt als traditioneller Klassiker, Spitzengins haben ihre Heimat heutzutage aber auch in vielen anderen Ländern. Kenner schätzen diese Vielfalt für Gin Tonic, Gin Fizz, Martini und Co.

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Der Zauberhafte Gin jetzt auf Netto-Online

Gin ist hip, Gin ist in aller Munde und Gin steht in jeder gut sortierten Hausbar. Bis vor wenigen Jahren war das Coolste am Gin noch die Queen Mom, die mit ihrem offenen Bekenntnis, jeden Tag einen Gin Tonic zu trinken, das magische Alter von fast 102 erreicht hat. Ob die Lebenserwartung der royalen Lady auf Gin und Tonic zurückzuführen ist, bleibt wohl ein ewiges Rätsel. Der Klassiker Gin Tonic hat sich in den Bar-Karten der Welt allerdings breit gemacht wie Aspirin in den Haushaltsapotheken. Lange gab es ausschließlich britische Traditionsdestillen wie Beefeater, Hendrick’s. Tranqueray, Bombay Sapphire und Gordons, die den Platz neben dem Tonic, Eis und dem Scheibchen Zitrone eher unaufgeregt unter sich ausmachten. Es gab rund um den Gin Tonic lange wenig Innovationen und so wurde er eben so hingenommen wie Cola oder Wasser

Völlig neue Ginmensionen hat die Pioniermarke des hippen Gins Monkey 47 im Jahr 2010 eröffnet. Die Schwarzwälder haben sich den Botanicals angenommen, also den pflanzlichen Inhaltsstoffen, die dem Gin seine charakterprägende Note geben und kreative Rezepturen durchprobiert, bis der perfekt-neue Geschmack endlich flaschenreif war. Nach ihnen die Ginflut könnte man so sagen, denn Marken wie Berliner Brandstifter Dry Gin, Elephant Gin, Ferdinand’S Saar Dry Gin und andere haben eigene Aromawelten erschlossen und nie steckte so viel Magie in einer Flasche Gin wie gerade jetzt. 

Für den neusten Trend wird sogar der Geist aus der Flasche verbannt, denn es gibt endlich auch alkoholfreien Gin für alle, die auch ohne Fusel feiern, alkoholfrei Auto fahren oder schwanger schlürfen wollen. Gar nicht so ginlos, wie es erstmal klingt. Alkoholfreie Gins gibt es mit dem Siegfried WonderleafSeedlip Garden 108, Windspiel Gin alkoholfrei, Windspiel Gin alkoholfrei und Seedlip Acorn Dry.

Bei Netto-Online eröffnen wir dir nun die Aromawelt des Gins und laden dich auf eine Entdeckungsreise der Botanicals ein. Das ist wie Bio-Exkursion, nur ohne Test am Ende. Damit du weißt, worauf du dich einstellen kannst, gibt’s hier noch ein bisschen Hintergrundwissen zum britischsten Drink, der eigentlich aus Holland stammt.

Von Genever nach Gin City – auf der Suche nach dem Gin

Eigentlich sollte die Entdeckung des Arztes Franciscus Sylvius in der Mitte des 17. Jahrhunderts endlich Abhilfe gegen Sodbrennen und Verdauungsstörungen liefern. Ihm ist es gelungen vor allem Wacholder mit anderen Kräutern als Medizin in eine vom Menschen gut aufnehmbare Form zu bringen. Das bedeutete in der Mitte des 17. Jahrhunderts natürlich: Alkohol. Seine Medizin erhielt die Bezeichnung Genever (nach dem französischen Wort für Wacholderbeere, genévrier) und erfreute sich nicht nur beim gemeinen Volk größter Beliebtheit, sondern vor allem auch beim Who-is-who der damaligen Zeit. Als der Holländer Willhelm der Dritte König von England wurde, gab es kein Halten mehr und der Genever schaffte den Sprung über den Ärmelkanal. 

Aus Genever wurde Gin und viele Traditionsdestillen, die heute noch bestehen, gründeten sich auf der Insel. Der Gin von damals und der Gin von heute beinhalten eine Spirituose (damals hauptsächlich Getreide-Destillat, heute Neutralalkohol z.B. Korn, Wodka) und natürlich den Geschmack gebenden Wachholder. 

Billige Getreidepreise und eine scheinbar gute Bekömmlichkeit (endlich frei von Sodbrennen) löste die erste Beatlemania oder in dem Fall Gin-Mania aus. Tatsächlich war das Ganze nicht ganz so witzig, denn die Gin-Krise hat zu einem enormen Anstieg der Sterberaten geführt und schreckliche Szenen haben sich in der damaligen Gin-City London tagtäglich abgespielt. 

Der Gin wurde höher besteuert, die Herstellung wurde gesetzlich geregelt und Qualitätsstandards festgelegt. London kam in den Normalzustand zurück und Gin wurde zum festen (regulierten) Bestandteil der britischen Identität. 

Eine Lücke klafft noch in der Biografie des Gins bis zur Queen Mom: Das Tonic. Die Briten haben es in ihrer Vergangenheit nicht nur auf ihrer Insel krachen lassen, sondern den Ratschlag ‚über ihren Horizont zu blicken‘ ernst genommen. Als es am Horizont kaum noch einen Ort zu entdecken gab, in dem das British Empire noch keine Flagge gehisst hatte, kamen neue Probleme auf. Darunter fürchterliche Krankheiten wie Malaria. Im späten 18. Jahrhundert fanden Ärzte heraus, dass Chinin eins der wirksamsten Mittel gegen Malaria ist. Leider schmeckt Chinin gerade als Limonade (Tonic Water) fürchterlich bitter. Abhilfe schafften sich die britischen Soldaten, indem sie das Tonic Warter einfach mit Gin mischten. Geboren war die perfekte Medizin für imperiale Soldaten und ein wunderbarer Longdrink-Klassiker für die Bars der Welt. 

Möchtest du die Geschichte des Gins selbst einmal nachschmecken oder hast du beim Lesen dieser Zeilen schon Appetit bekommen oder planst du eine Reise in ein Malaria-Gebiet? Dann hilft nur Gin bestellen und Gin Tonics zaubern. Bestell dir dein Schlückchen Medizin- und Weltgeschichte mit Gins von Netto-Online. Du kannst dich nicht entscheiden? Dann machen wir es dir einfach: Ab einem Warenwert von 60 Euro liefern wir dir dein Päckgin kostenfrei nach Hause.

Aromatherapie und Heimatkunde

Das wunderbare an Gin ist der Aroma-Raum, den der Wacholder öffnet. Grundsätzlich kannst du dir einen Garten in Europa vorstellen, in dem ein Wacholderbaum wächst und vieles im Umkreis darum kann als Botanical oder als Cocktail-/Longdrink-Zusatz verwendet werden. Kräuter wie Fenchel, Flieder, Nelke, Minze, Anis, Himbeerblätter oder Salbei passen genauso gut, wie Früchte z.B. Schwarzbeere, Birne, Gurke, Zitrone, Erdbeere oder Pinienzapfen. Ebenso Gewürze wie Kardamom, Piment, Kümmel, Johannisbrot oder Muskat und Wurzeln wie Blutwurz, Ingwer, Zimt, Süßholz und Enzianwurzeln. 

Um die Aromen der Botanicals in den Gin zu bekommen, gibt es zwei Verfahren:

  • Entweder werden die Dämpfe der Destillation über die Botanicals geleitet und nehmen die Aromen dabei auf oder
  • Botanicals werden in den Rohalkohol eingelegt und mit diesem destilliert. 

Es wird dich überraschen, wie intensiv die Aromen am Ende den Geschmack des Gins bestimmen und welch wunderbare Geschmackswelten sich jenseits des Gin Tonics ergeben. 

Neben Gin Tonic, Negroni, Basil Smash, Tom Collins, Gin Mule oder Gimlet gibt es eine große Vielfalt an Gin Mixgetränken. Die Wahl auf den richtigen Filler oder den zusätzlichen Geschmacksträger ist gar nicht schwer, denn die meisten Botanicals eignen sich auch wunderbar als Komponente für deinen Gin Cocktail. Zu Gin passen Rosmarin, Minze, Holunder, Gurke, Himbeeren, Stachelbeeren, Pfeffer, Wildberries, etc. Mit ein bisschen Übung oder einer gewissen Experimentierfreude wirst auch du dein passendes Gin Rezept kreieren. 

Besonders an warmen Tagen oder für feierliche Anlässe kannst du mit Gin und ausgewählten Zutaten eine wunderbar frische Bowle kreieren, die deine Gäste bezaubern wird.

Du willst am liebsten gleich loslegen und die Vielfalt des Gins probieren? Dann findest du bei Netto-Online genau das Richtige für dich. Wir bieten dir eine große Auswahl handverlesener Gins aus aller Welt, ob als London Gin, Dry Gin, alkoholfreiem Gin oder hippem Gin mit aufregender Botanical-Auswahl. 

Bestell dir jetzt deinen Gin bei Netto-Online und geh auf aromatische Reise – kannst du alle Botanicals rausschmecken?