Die Umwelt ist uns nicht Banane

Die Umwelt ist uns nicht Banane

Bananen schmecken lecker, stecken voller Energie und sind gesund. Kein Wunder also, dass wir alle Bananen lieben. In Deutschland liegen Bananen auf Platz 2 der meistgekauften Früchte. Jeder von uns verzehrt 12 kg pro Jahr – das entspricht ungefähr 70 Stück. Jede fünfte der in die EU importierten Bananen geht nach Deutschland. Da diese Früchte so beliebt sind, hat Deutschland 2018 rund 1,3 Mio. Tonnen Bananen importieren müssen. Denn sie wachsen nur dort, wo es warm und wasserreich ist: am Äquator.

Der konventionelle Bananenanbau ist mit einer Reihe von ökologischen und sozialen Problemen verbunden. Deswegen stammen ein Teil unserer Bananen aus ökologischem Anbau sowie aus einem WWF-Projekt und werden umwelt- und sozialverträglicher angebaut. Die Bananen aus dem Projekt "für eine bessere Banane" werden auf 21 Farmen in Ecuador und Kolumbien angebaut. In den Bereichen Anbaumanagement (Bodengesundheit & Pestizideinsatz), Wassermanagement, Abfallmanagement, Klimaschutz, Soziales und Natürliche Ökosysteme werden insgesamt 77 Maßnahmen vom WWF mit den Farmen umgesetzt.

Bananen1. Unsere Bananen sparen Wasser
Durch Wasseraufbereitungsanlagen kann das Wasser bis zu 5-mal in der Nacherntebehandlung wiederverwendet werden.

2. Weniger ist mehr
Der Pestizideinsatz wird optimiert, es werden weniger giftige Produkte und diese nur bei Bedarf eingesetzt. Die gefährlichsten Pestizide gemäß WHO dürfen nicht eingesetzt werden und die Mitarbeiter*innen sind – auch zur eigenen Sicherheit – jetzt besser geschult.

3. Für unsere Bananen wird kein Regenwald gerodet
Sie sind Rainforest Alliance zertifiziert und wollen das Ökosystem Regenwald und dessen Artenreichtum erhalten.

4. Klimaschutz auf den Farmen
Die Quellen und Mengen der auf den Farmen ausgestoßenen Treibhausgasemissionen wurden ermittelt und werden nun durch gezielte Maßnahmen gesenkt.

5. Korrekt entsorgt
Auf Bananenfarmen fällt viel Abfall an. Der WWF unterstützt die Farmen mit dem Aufbau eines Abfallmanagements.

6. Schutz der Mitarbeiter*innen
Alle Mitarbeiter*innen wurden sozialversichert und sind im Krankheitsfall geschützt.

Das Bananen-Projekt von WWF ist anderen, ähnlichen Vorhaben einen Schritt voraus. Es will Vieles zugleich: den Artenreichtum schützen, kostbares Süßwasser sparen, den Abfall besser entsorgen, die Böden schonen und das Klima genauso schützen wie die Mitarbeiter*innen auf den Farmen. Dabei wird das gesamte umgebende Ökosystem und nicht, wie im konventionellen Anbau üblich, die einzelne Pflanze betrachtet. WWF arbeitet eng mit den Farmen zusammen, schult, erklärt, diskutiert und entwickelt im ständigen Austausch eigene Lösungen. Ist das zu viel gewollt? Kann das alles gelingen? Die Bilanz seit Projektbeginn ist positiv: Um die Farmen herum gedeihen Wildpflanzen und Artenreichtum. Mit dem Einsatz von Aufbereitungsanlagen sank der Wasserverbrauch. Alle Mitarbeiter*innen befinden sich jetzt in festen Arbeitsverhältnissen. Auf allen Farmen wuchsen Umweltwissen und Motivation. So kann es weitergehen – vorausgesetzt, die Kund*innen honorieren den Einsatz für eine „bessere Banane“.