Mikroplastikfrei

Mikroplastikfrei

Als erster Discounter in Deutschland führen wir ein "Mikroplastikfrei"-Siegel ein, damit unsere Kunden schon heute umweltbewusster einkaufen können. Wir haben auch bereits dafür gesorgt, dass 120 der Drogerie-Eigenmarkenprodukte mikroplastikfrei sind und überarbeiten derzeit weitere Rezepturen. Das “Mikroplastikfrei”-Siegel wird für Hygiene-, Pflege- und Reinigungsprodukte eingesetzt, welche ohne den Einsatz von Mikroplastik hergestellt werden. Hier folgen wir der Definition des BUND e.V.: der Begriff Mikroplastik umfasst synthetische Polymere (Kunststoffe) mit einer Größe von bis zu 5 Millimetern in fester Form, sowie in flüssigem und halbfestem Zustand.

Auch wenn die Auswirkungen auf die Umwelt noch nicht vollständig abschließend erforscht sind, ist dessen Vermeidung ein wichtiges Ziel für Netto Marken-Discount. Bei den Kosmetik-Eigenmarken verzichten wir deswegen schon seit geraumer Zeit auf den Einsatz von festem Mikroplastik. Durch die sorgfältige Überarbeitung vieler Produkt-Rezepturen aus dem Bereich Hygiene, Pflege und Reinigung werden wir kontinuierlich auch flüssiges Mikroplastik durch Alternativen ersetzen.

Bezogen auf die Rezeptur, nicht auf die Verpackung oder Trägerstoffe (wie z.B. Tücher)




Mikroplastik – genaue Erklärung

Als Mikroplastik werden die winzig kleinen, meist festen Kunststoffanteile bezeichnet, welche häufig im Meer zu finden sind. Dort verbleiben sie meist für viele Jahrzehnte, aber nicht immer. Kleinstlebewesen können das feste Mikroplastik aufnehmen, da sie es mit Nahrung verwechseln. Dadurch kann Mikroplastik auch in unsere Nahrungskette gelangen.

Doch woher kommt das Mikroplastik in den Meeren ursprünglich? Bei dieser Frage muss zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik unterschieden werden:


Primäres Mikroplastik kann fest, halbfest oder auch flüssig sein. Es wird industriell hergestellt und ist nur maximal 5 Millimeter groß. Es dient beispielsweise in Kosmetika u. a. als Bindemittel oder auch „Peeling“, oder es unterstützt andere notwendige Produkteigenschaften.

  1.  Mikroplastik wird zur Gewährleistung bestimmter Produkteigenschaften in Produkten eingesetzt.
  2.  Die Produkte werden vom Konsumenten gekauft und zu Hause genutzt.
  3.  Das Mikroplastik aus den Produkten gelangt z. B. beim Duschen oder Putzen ins Abwasser.
  4.  Die Filter der Abwasseranlagen reichen oft nicht aus: Das Mikroplastik treibt ins Meer.

Sekundäres Mikroplastik bildet sich beim Zerfall von größeren, festen Kunststoffteilen (Makroplastik). Es entsteht somit erst nach Gebrauch von Kunststoffprodukten und wird nicht von vornherein in kleinster Form industriell hergestellt.

  1.  Produkte wie z. B. Textilien und Verpackungen aus Kunststoff werden produziert, gekauft und genutzt.
  2.  Kunststoffprodukte werden beabsichtigt oder unbeabsichtigt in die Natur geworfen und gelangen ins Meer. Dort verwittern sie und zerfallen zu Mikroplastik.
  3.  Auch der Abrieb von Autoreifen erzeugt Mikroplastik, das durch Regen und über die Flüsse ins Meer gelangt.
  4.  Winzige Fasern aus Kunststoffbekleidung lösen sich beim Waschvorgang und gelangen ins Abwasser.
  5.  Die Filter der Abwasseranlagen reichen oft nicht aus: Das Mikroplastik treibt ins Meer.

Übrigens: Die beschriebenen Auswirkungen von festem Mikroplastik sind (Stand heute) besser erforscht als die der halbfesten und flüssigen synthetischen Polymere.



Ein Mikroplastik – viele Namen

Für Verbraucher ist es oftmals nicht einfach zu erkennen, welche Produkte festes oder flüssiges Mikroplastik enthalten. Aus diesem Grund zeigt die folgende Liste Inhaltsstoffe, die ein sicheres Indiz für Mikroplastik sind:

  • Polyethylene
  • Polypropylene
  • Polyethylen Terephthalate
  • Nylon
  • Acrylates Copolymer
  • Acrylates Crosspolymer
  • Polyurethan
  • Polymethyl Methacrylate
  • Polyacrylate
  • Polystyrene
  • Polyquaternium