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"Schweißgeräte" - 20 Artikel

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Wofür brauche ich überhaupt ein Schutzgasschweißgerät?

Man benötigt ein solches Gerät um zwei Metallgegenstände miteinander zu verbinden. Das können beispielsweise Geländer, Dachrinnen, Schaukeln oder ein Auspuff sein. Wenn ihr euch also selbst mal ans Schweißen heran trauen wollt, gibt euch unser Ratgeber nützliche Tipps und hilft euch, ein passendes Produkt zu finden.

Die richtige Wahl

Stellen Sie sich bei der Wahl die richtigen Fragen damit sich die Investition lohnt und Ihr Schweißgerät zu Ihren Ansprüchen und Einsatzzwecken passen:

- Ist das ausgewählten Modelle pflegeleicht?
- Welche Variante entspricht meinen Anforderungen?
- Ist ein Schweißhelm oder weiteres Zubehör im Lieferumfang enthalten?

Die Schweißtechnik?

Generell unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Schweißtechniken. Zum einen gibt es das Schmelz-Verbindungsschweißen und zum anderen das Press-Verbindungsschweißen. Der Unterschied liegt darin, dass beim Schmelz-Verbindungsschweißen zwei Metalle an den entsprechenden Stellen geschmolzen und dann miteinander verbunden werden. Dies geschieht entweder mit oder ohne zusätzlicher Verbindungsstoffe. Beim Press-Verbindungsschweißen ist der Kraftaufwand etwas größer, da während des Schweißvorgangs die beiden Werkstücke stark aneinander gedrückt werden müssen. Dieses Verfahren benutzt man im Hobby-Heimwerkerbereich jedoch nicht.

Die Frage nach dem passenden Produkt

Für den Heimbereich eignen sich insbesondere Elektro- bzw. Lichtbogenschweißgeräte und Schutzgas-Schweißgeräte, da sie noch recht preisgünstig und leicht zu bedienen sind. Die Geräte können für gewöhnlich an einer normalen 230 Volt Steckdose angeschlossen werden. Ein Starkstromanschluss ist nur in seltenen Fällen nötig. Schutzgas-Schweißgeräte sind in der Regel etwas teurer als Elektro- oder Lichtbogenschweißgeräte. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten werden wir euch im Folgenden erklären.

Elektroschweißgeräte im Überblick

Für das Elektroschweißen sind Elektroden, welche als Pluspol (auch Anode genannt) dienen, und ein Minuspol (fachsprachlich auch Kathode) nötig. Der Minuspol ist dabei das Werkstück, mit dem ihr arbeiten wollt. Um mit dem Schweißvorgang beginnen zu können, muss ein Pol am Werkstück befestigt werden. Der andere Pol wird mit dem Elektrodenhalter verbunden. Das Elektrodenende (Schweißelektrode) des Halters kann dann an das Werkstück geführt werden.

Sobald das Elektrodenende auf das Werkstück trifft, kommt es zu einem Kurzschluss, welcher wiederum einen Lichtbogen entstehen lässt. Im Lichtbogen wird die Energie gebündelt und die Temperatur steigt enorm an. Durch die starke Temperaturentwicklung wird das Werkstück „aufgeschmolzen“ und die Elektrode „abgeschmolzen“. Beide Stoffe verbinden sich durch diesen Vorgang und verfestigen sich beim Erkalten. Zurück bleibt noch die Schweißschlacke, welche mit einem Schlackehammer entfernt werden muss. Mit einer Drahtbürste könnt ihr die Schweißnaht anschließend noch nachbearbeiten. Hinweis: Die oben bereits erwähnten Schweißelektroden sind Stäbe, die dafür da sind um einen starken und gleichmäßigen Lichtbogen entstehen zu lassen. Sie wurden extra dafür entwickelt, um gleichmäßig abzubrennen und euch das Schweißen zu erleichtern. Jetzt wisst ihr schon wie das Elektroschweißen funktioniert. Was das Gerät dabei macht, erklären wir euch im Folgenden.

Die Aufgabe des Inverters

Der Inverter wird benötigt um den Wechselstrom zu verändern. So wandelt das Gerät die hohe Spannung in niedrige Spannung und die niedrige Stromstärke in hohe Stromstärke um. Geräte mit Invertertechnik arbeiten genauer und sind kleiner und handlicher als Trafos, die ebenfalls verwendet werden können. Die kostengünstigere Variante stellen dabei die Trafos dar. Mit beiden Varianten lässt es sich aber gut arbeiten.

Für euch ist es wichtig vorab zu klären, wie dick das Material ist, welches ihr verarbeiten wollt. Je dicker das Werkstück ist, umso dicker müssen auch die Elektroden sein – dementsprechend muss das Gerät auch mehr Leistung erbringen. Von großem Vorteil ist es, wenn sich der umgewandelte Strom in mehreren Stufen einstellen lässt. So könnt ihr die Leistung immer an euer Werkstück und die Schweißelektroden anpassen.

Jedes Gerät hat eine Einschaltdauer. Diese wird immer in Prozent angegeben. Die Prozentzahl steht für die Zeit, in der das Gerät in einem Arbeitsintervall von 10 Minuten eingesetzt werden kann. Bei einer Einschaltdauer (ED) von beispielsweise 50%, kann das Gerät 5 Minuten betrieben werden. Danach muss es erst wieder 5 Minuten abkühlen, bevor man mit der Arbeit weitermachen kann. Hat das Gerät eine Einschaltdauer von 100%, kann es ohne Unterbrechung eingesetzt werden. In diesem Fall muss das Schweißgerät jedoch über eine eigene Kühlfunktion verfügen, damit der Trafo oder auch der Inverter nicht überhitzen.

Schutzgas-Schweißverfahren im Einsatz

Auch das Schutzgas-Schweißen zählt zum Lichtbogen-Schweißverfahren. Hierbei gibt es jedoch keinen Elektrodenstab, der gleichmäßig abgebrannt wird, sondern einen Draht, der automatisch eingezogen wird. Während des Schweißvorgangs schiebt sich der Schweißdraht durch den Brenner und trifft zusammen mit dem Schutzgas auf das Werkstück.

Gerade für dünne Metalle ist das Schutzgas-Schweißen besonders geeignet. Bei diesem Verfahren können drei unterschiedliche Gase eingesetzt werden. Zum einen kann es sich um Metall-Aktivgas (MAG) oder aber um Metall-Inertgas (MIG) handeln. Wer mit Aluminium arbeiten möchte, muss zum Metall-Inertgas (MIG) greifen. Außerdem gibt es noch das Wolfram-Inertgas (WIG). Bei Verwendung von WIG muss der Draht jedoch manuell hinzu gegeben werden. Dafür ist die Handhabung mit dem WIG-Verfahren etwas einfacher, da der Lichtbogen sehr gut gesteuert werden kann.

Das Gas ist bei diesem Verfahren dafür zuständig, dass der Schweißvorgang nicht von Umgebungsluft beeinträchtigt wird. Aus diesem Grund trägt das Verfahren auch das Wort „Schutz“ im Namen.Bei dieser Schweißart gibt es demnach drei wichtige Faktoren: der Gasfluss, der Schweißstrom und die Geschwindigkeit des Schweißdrahts. All diese Faktoren können in der Regel individuell am Gerät eingestellt werden. Bevor ihr mit dem eigentlichen Vorgang beginnt, solltet ihr die Einstellungen an einem Probestück testen und gegebenenfalls anpassen.

Wichtige Merkmale & Zubehör für alle Schweißgeräte

Die Elektrodenkabel sollten mindestens 2 m lang sein. Damit habt ihr ausreichend Freiraum und könnt auch an schwer zugänglichen Ecken eures Werkstückes arbeiten ohne das Gerät umzustellen. Auch müsst ihr darauf achten, dass ihr während des Schweißens ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien einhaltet. So auch zu eurer Werkbank und sonstigen leicht entzündlichem Mobiliar in eurer Werkstatt.

Beim Schweißvorgang entstehen eine sehr hohe Temperatur und ein sehr helles Licht. Gerade das Licht kann eure Netzhaut schwer beschädigen. Ein Schweißhelm mit abgedunkeltem Sichtfenster ist daher Pflicht.Praktisch ist es natürlich, wenn ihr die Schweißanlage gleich samt nützlichen Extras kaufen könnt. Oft gibt es Kombi-Angebote, bei denen Schutzschild, Schlackehammer oder Schweißhelm bereits dabei sind.Wer jetzt selbst mal Hand anlegen möchte, kann sich auf die Suche nach einem geeigneten Schweißgerät machen. Im Plus.de Shop findet ihr leistungsstarke Geräte von Güde, Einhell und Holzmann. Wir wünschen gutes Gelingen!