am 28.12.2016 um 09:00 Uhr

Franca Mangiameli: Traditionelle Silvester-Spezialitäten aus der ganzen Welt

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Hallo liebe Netto-Freunde,

in der Bäckerei liegen Marzipanschweine aus, die ersten Böller gehen los und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Silvester steht vor der Tür. Auf deutschen Tischen steht neben Glücksklee und Sekt häufig ein Raclettegrill oder ein Fondueset. Aber auch in anderen Ländern gibt es spannende Traditionen und Gerichte zum Ende des Jahres.

Linsensuppe und Weintrauben in romanischen Ländern

Eine ganz besondere Tradition haben die Spanier: das Traubenessen. Kurz vor Mitternacht des 31. Dezembers wird der Fernseher für eine Liveübertragung zur Puerta del Sol in Madrid, einer der bekanntesten Plätze in der Touristenmetropole, eingeschaltet. In den letzten 12 Sekunden vor Mitternacht schlägt die Uhr des Glockenturms zwölfmal – und pro Sekunde wird eine Weintraube verzehrt. Wer es schafft, alle 12 Glückstrauben (uvas de la suerte) zu essen, soll das kommende Jahr über Glück haben. Entstanden sein soll die Tradition im weintraubenreichen Jahr 1909. Auch in Italien gibt es zur „Notte di Capodanno“ Weintrauben: „chi mangia l’uva per Capodanno conta i quattrini tutto l’anno“, zu Deutsch „wer zu Neujahr Weintrauben isst, zählt das ganze Jahr über sein Geld“. Andere Glücksbringer sind in Italien das Tragen neuer roter geschenkter Unterwäsche sowie ein Mistelzweig an der Haustür. Zum großen Silvesteressen gehören lenticchie, also Linsen, die der Ähnlichkeit zu Münzen wegen gegessen werden.

Papierschnipsel und Truthahn in Südamerika

Die Argentinier nehmen den letzten Tag des Jahres zum Anlass, ihre alten Dokumente und Unterlagen zu schreddern. Diese Papierschnipsel werden mittags in den Städten aus den Fenstern geworfen – auch eine Art, Altlasten loszuwerden. Gegessen wird eine Reihe traditioneller Speisen, wozu unter anderem argentinischer Rostbraten gehört. In Chile landen ein mit Kastanien gefüllter Truthahn, süßes Weihnachtsbrot und „Cola de Mono“, ein Weihnachtscocktail aus Pisco, Milchcafé, Zucker und Vanille, auf dem Esstisch. Im Gegensatz zur roten Unterwäsche in Italien wird in Peru gelb getragen; das soll Glück bringen. Zur kolumbianischen Silvestertradition gehört das Lied „Faltan cinco pa‘ las Doce“ („Fünf vor zwölf“). Nachdem zuerst der Mutter ein glückliches neues Jahr gewünscht wird, trifft man sich mit den Nachbarn zum Beglückwünschen und Feiern.

Bleiben Sie gesund,

Ihre Franca Mangiameli

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