5 Diät-Irrtümer
am 08.08.2012 um 08:34 Uhr

Die 5 größten Diät-Irrtümer

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Umfragen zufolge möchte rund die Hälfte der erwachsenen Deutschen schlanker sein. Vier von zehn haben schon einmal eine Diät gemacht, jede dritte Frau sogar mehrere. Dabei ist der Nutzen von Diäten umstritten. In der Regel ist eine Diät, die nicht mit einer dauerhaften Umstellung der Ernährung und des Lebensstils einhergeht, sinnlos – jedenfalls, wenn es nicht nur um kurzfristige Ziele geht. Im Extremfall macht das Streben nach dem Schönheitsideal sogar krank. Es kursieren viele skurrile Ideen, die Kilos angeblich purzeln lassen. Wir klären auf, welche Ratschläge Sie ganz schnell wieder vergessen können.

Irrtum 1: Ananas lässt Kilos schmelzen

Hartnäckig hält sich der Mythos von der Wunderfrucht Ananas: Mit ihrer Hilfe sollen die Pfunde nur so purzeln. Wahr ist, dass die Tropenfrucht viel Bromelin enthält, ein Enzym, das die Fettverbrennung anheizen soll. So einfach ist es aber leider nicht: Bevor das Enzym im Fettgewebe wirken kann, wird es verdaut und im Darm in kleine Teile zerlegt. Sie können also so viel Ananas essen, wie Sie wollen –  schlanker werden Sie damit nicht.

Irrtum 2: Kaltes Wasser macht schlank         

Wer vor dem Essen ein Glas eiskaltes Wasser trinkt, nimmt ab. Denn der Körper muss für das Erwärmen des Eiswassers viel Energie aufwenden, und dabei verbrennt er Kalorien. Das klingt logisch, ist aber Quatsch! Zwar braucht der Körper tatsächlich mehr Energie, um das Wasser zu erwärmen, jedoch sind das nur 30 bis 35 Kilokalorien pro Liter Wasser. Statt abzunehmen, verursacht zu viel Eiswasser lediglich Magen-Darm-Probleme.

Irrtum 3: Essen nach 18 Uhr macht dick

Klingt auch logisch, ist es aber nicht. In Wahrheit kommt es nicht auf die Uhrzeit an, sondern darauf, was Sie über den Tag verteilt essen. Wer sich viel bewegt und nicht mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, braucht sich vor Fettpolstern nicht zu fürchten. Darum sind z.B. die Spanier im Durchschnitt nicht dicker, obwohl sie am späten Abend schon mal bis zu 3.000 Kalorien verzehren.

Irrtum 4: Dick hungern

Diäten lassen Pfunde zwar purzeln, allerdings ist der Erfolg nicht von Dauer. Isst man nämlich wieder normal, kehren die Pfunde zurück: der sogenannte Jojo-Effekt tritt ein. Demnach bringt so mancher nach der Diät mehr auf die Waage als davor.  Hungern wir, schaltet der Körper auf Sparflamme und verringert seinen Energiebedarf. Langt man aber nach der Diät wieder ordentlich zu, wandelt der Körper die überschüssigen Kalorien in Fett um, weil sich der Stoffwechsel nicht schnell genug ändert. Anstatt zu hungern sollte man sein Essverhalten dauerhaft ändern und sein Gewicht langsam reduzieren – um etwa ein halbes Kilo pro Woche.

Irrtum 5: Obst essen und schlank bleiben

Stimmt nicht ganz. Obst ist zwar gesund, keine Frage. Doch süße Früchte führen nicht immer zum Erfolg. Sie enthalten nämlich Fruchtzucker – und je süßer eine Frucht ist, desto mehr Kalorien hat sie. Vorsicht vor übermäßigem Verzehr, denn süße Früchte schützen keineswegs vor Fettpolstern am Bauch! Bananen, Melonen oder Weintrauben isst man besser nur in Maßen.

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